Heft 1/2002

Medieninhaber: Kritischer Kreis – Verein für gesellschaftliche Transformationskunde. Der Medieninhaber ist zu 100% Eigentümer der Streifzüge und an keinem anderen Medienunternehmen beteiligt
Herausgeberin: Context – Initiative für freie Studien und brauchbare Information
Grundlegende Richtung: Kritik
Redaktion (zugleich Mitglieder des Leitungsorgans des Medieninhabers): Heinz Blaha, Lorenz Glatz, Franz Schandl, Gerold Wallner und Maria Wölflingseder

Franz Schandl

Lob und Tadel

Was uns in letzter Zeit ausserordentlich erfreut, ist der rege Zuspruch, den unser Transformationsclub gefunden hat. Gar nicht so wenige sind bereit die 100 Euro Jahresbeitrag fiir die Förderung des Kritischen Kreises und der Streifzüge aufzubringen. Da ist dickes Lob angesagt. So ist es nun nach dem Split sogar so, dass es mehr Transformationsmitglieder als Mitglieder gibt. Aber es könnte Schlimmeres passieren.

Was auch passiert. In letzter Zeit ärgert uns dreierlei: Erstens erfüllen allzuviele Normalabonnenten ihre Pflicht nicht, und ihre Pflicht besteht darin, das Abo einzuzahlen. Wir bitten also darum, ansonsten müssen sie mit Streifentzug rechnen. Dies ist ausdrücklich als Tadel zu verstehen. Zweitens gibt es Abonnenten, die zwar bestellen, aber nicht bezahlen. Ihr Lieben Ihr, wir leben noch nicht im Kommunismus, ausser in begründeten Fällen ist es uns unmöglich, die Streifzüge gratis zu versenden. Vor allem per Mail ist scheinbar schneller bestellt als bezahlt. Drittens finden sich immer wieder Abonnenten, die zwar zahlen, dann aber partout nicht, weder per Brief oder Fax, Mail oder Zahlschein ihre Adresse mitteilen. Die können wir selbstverständlich nicht beliefern. Was uns leid tut, aber mitnichten eine Bosheit ist.

Unsere Verwaltung ist jedenfalls um einiges schlechter als unsere Zeitung. Wir bitten um Nachsicht. Es mag daher vorgekommen sein, dass in unserer Rekonsolidierungsphase nach dem internen Crash einiges auf administrativer Ebene schiefgelaufen ist. Sollte jemand nicht beliefert worden sein oder sonst einen Wunsch nicht erfüllt bekommen haben, dann bitten wir um Entschuldigung. Urgieren ist immer günstig, beleidigt sein eher blöd.

Das Abosystem funktioniert bei uns so: In Österreich kostet das Jahresabo 11, im Ausland 12 Euro. Es werden, ausser in begründeten Ausnahmefällen, keine Rechnungen versandt. Der Schriftverkehr reicht auch so, ihn auf Rechnungen auszudehnen, ist Diebstahl an Lebenszeit. Dies bitten wir zu berücksichtigen. Wer also auf eine Rechnung wartet, wartet vergebens. Wer schon länger nichts bezahlt, ein schlechtes Gewissen oder zuviel Geld hat, möge also gefälligst überweisen. Im Zweifelsfall immer zahlen, lautet das Motto.

Es gibt auch keine Mahnungen, Drohungen oder anderweitige Scherze, von gerichtlichen Eintreibungen oder sonstigem kapitalistischem Irrsinn ganz zu schweigen. Wir bedienen unsere Bezieher großzügig, wird des Längeren nichts bezahlt, dann erscheint auf dem Etikett der Aussendung ein roter Punkt, was meint: Dies ist die letzte Ausgabe gewesen. Doch dieser Entbehrung entgeht man durch eine Überweisung.

Lorenz Glatz

Afghanistan: „Kein Krieg um Öl“


Gerold Wallner

Schmähohne!


Robert Kurz

Geld und Antisemitismus

Der strukturelle Wahn in der warenproduzierenden Moderne

Thomas Schmidinger

Islamischer Antisemitismus?

Antijudaismus in islamischen Gesellschaften

Bernhard Schmid

Schlagt den Moslem, wo ihr ihn trefft?

Wider die platte Einteilung der Welt in Deutsche und Antideutsche

Ernst Lohoff

Von Auschwitz nach Bagdad

Anmerkungen zu den wundersamen Wandlungen des Anti-Antisemitismus

Ilse Bindseil

Auschwitz und Wahnwitz

Offener Brief an Gerhard Scheit

Ilse Bindseil

Anmerkungen zu Gerhard Scheit „Kososvo und Auschwitz“

(Streifzüge 2/2001)

Franz Schandl

Auf dem Minenfeld

Vier Versuche einer Beschreibung, aber auch einer Entschärfung von Knallkörpern

Heinz Blaha

„Leben im Sterben“


Anselm Jappe

Wegbereiter der Wertkritik: Roman Rosdolsky


Christoph Hesse

Neue Medien, alte Scheiße

Bausteine zur Theorie der verschalteten Welt

Michael Heinrich  •  Sabine Nuss

Freie Software und Kapitalismus*


Franz Schandl

Lob und Tadel