Heft 50

Medieninhaber und Herausgeber: Kritischer Kreis – Verein für gesellschaftliche Transformationskunde
Offenlegung: Der Medieninhaber ist zu 100 Prozent Eigentümer der Streifzüge und an keinen anderen Medienunternehmen beteiligt. Grundlegende Richtung: Kritik und Perspektive
Redaktion (zugleich Mitglieder des Leitungsorgans des Medieninhabers): Andreas Exner, Lorenz Glatz, Severin Heilmann, Franz Schandl, Martin Scheuringer, Ricky Trang, Maria Wölflingseder, Petra Ziegler; Covergestaltung: Isalie Witt; Layout: Françoise Guiguet
Transformationsrat: Christoph Adam (Santiago de Compostela), Dora de la Vega (Cordoba, Argentinien), Peter Klein (Nürnberg), Paolo Lago (Verona), Neil Larsen (Davis, USA), Massimo Maggini (Livorno), Stefan Meretz (Berlin), † Pichl Peter (Wien), Erich Ribolits (Wien), Salih Selcuk (Istanbul), Gerburg Vermesy (Hamburg), Ulrich Weiß (Berlin)
Copyleft: Alle Artikel der Streifzüge unterliegen, sofern nicht anders gekennzeichnet, dem Copyleft-Prinzip: Sie dürfen frei verwendet, kopiert und weiterverbreitet werden unter Angabe von Autor/in, Titel und Quelle des Originals sowie Erhalt des Copylefts.
Druck: H. Schmitz, 1200 Wien

Franz Schandl

Einlauf

Die Geburt der Nummer 50 war etwas schwierig. Zuerst dachte ich, dass das breit angelegte Thema FremdE sehr anregend sei und viele Angebote auf unseren Call for Papers erfolgen. Dem war aber gar nicht so. Recht zäh ging es zu. Wahrscheinlich drängt es in dieser Frage die meisten zur Empirie und vor allem zu praktischer Solidarität. Das ist auch naheliegend.

Wir präsentieren hiermit eine Ausgabe, die sich mit verschiedenen Aspekten des Fremden kritisch auseinander setzt. Je näher man das Fremde anschaut, desto eigener schaut es zurück. Und je mehr man das Eigene betrachtet, desto fremder wird es. Dementsprechend wurde in dieser Ausgabe weniger auf der Differenz als auf der Identität der beiden Schrägheiten herumgeritten. Die Lektüre sollte wie immer lohnen.

Nun, fünfzig Nummern sind kein Pappenstiel. Seit bald 15 Jahren gibt es die Streifzüge schon. Je professioneller wir werden, desto länger dauert es. Die technischen und infrastrukturellen Verbesserungen können mit den Ansprüchen kaum mithalten. Wie soll das erst weiter gehen? Das tut zwar alles der Zeitschrift gut, aber eigentlich können wir uns das mit unserer materiellen Basis und unseren menschlichen Ressourcen gar nicht leisten. Das zu berücksichtigen und entsprechend zu würdigen ist die hehre Aufgabe der Leserinnen und Leser, die zwar laut Homepage immer mehr werden, aber sich doch nicht zu Abonnements verdichten. 289 Abos mögen nicht ganz wenig sein, aber es sind zu wenig, um dies zu bejubeln. Wir ersuchen um zügige, ja großzügige Nachbesserung. Auch Spenden wären angesagt und Trafomitglieder erst recht.

Wer die Redaktion übrigens persönlich (einzeln oder im Pulk) kennen lernen möchte, der oder die ist herzlich eingeladen zu unserem Fest am 3. Dezember in den Ost-Klub zu kommen. Die Anonymität wird da kurzfristig aufgehoben. Details siehe Seite 3. Wir sind ausgesprochen sympathisch und keinesfalls so streng wie manche Beiträge vermuten lassen. Auf jeden Fall wünschen wir alles Gute in schlechten Zeiten sowie deren Beseitigung.

Franz Schandl

Einlauf


Andreas Exner

Gegen Arbeitsterror – Für Grundeinkommen und gutes Leben


Franz Schandl

Nichts ist eigentlich fremd

Ufernde Gedanken zu einem schrägen Begriff und seinen verrückten Schüben

Maria Wölflingseder

Poesie des Lokalkolorits

Wider die Normierung und Uniformierung der Welt – Ein Streifzug

Severin Heilmann

Zu sich kommen


Karl Pleyl

beFREMDend


Peter Pott

Reiz des Fremden


Markus Pühringer

Sich selbst fremd geworden


Franz Schandl

Staat und Schlepper


Bernhard Schmid

Sarkozy und die Anderen

Zu den Wandlungen des Rassismus in Frankreich

Sonja Gansberger

Reiz des Reisens

Stephan Hochleithner  •  Herbert Schindler  •  Maria Wölflingseder

Strangestories


Günther Anders

Entfremdung?


Erich Ribolits

Erhebet euch Geliebte, wir brauchen eine Tat!*

Zu den Protestaktionen der Studierenden im Herbst 2009

Franz Schandl

„lasst euch nicht erwischen“

Zum Tod des aramis (1950–2010)

Tomasz Konicz

Hegemon China?


Stefan Meretz

Zur politischen Ökonomie von Kopie und Kopierschutz

Teil 1

Roger Behrens
Rückkopplungen

Verstummen


Stefan Meretz
Immaterial World

Fight ACTA, Create Commons!


Peter Samol
Dead Men Working

Sucharbeit


Necati Mert
2000 Zeichen abwärts

Massensterben am Limes


Franz Schandl
2000 Zeichen abwärts

Fremde Worte