Heft 61

Medieninhaber und Herausgeber: Kritischer Kreis – Verein für gesellschaftliche Transformationskunde
Offenlegung: Der Medieninhaber ist zu 100 Prozent Eigentümer der Streifzüge und an keinen anderen Medienunternehmen beteiligt. Grundlegende Richtung: Kritik-Perspektive-Transformation
Redaktion (zugleich Mitglieder des Leitungsorgans des Medieninhabers): Lorenz Glatz, Severin Heilmann, Franz Schandl, Martin Scheuringer, Ricky Trang, Maria Wölflingseder, Petra Ziegler; Covergestaltung: Isalie Witt; Layout: Françoise Guiguet
Transformationsrat: Christoph Adam (Santiago de Compostela), Dora de la Vega (Cordoba, Argentinien), Peter Klein (Nürnberg), Paolo Lago (Verona), Neil Larsen (Davis, USA), Massimo Maggini (Livorno), Stefan Meretz (Berlin), Emmerich Nyikos (Mexiko-City), Erich Ribolits (Wien), Salih Selcuk (Istanbul), Gerburg Vermesy (Rimsting), Ulrich Weiß (Berlin)
Copyleft: Alle Artikel der Streifzüge unterliegen, sofern nicht anders gekennzeichnet, dem Copyleft-Prinzip: Sie dürfen frei verwendet, kopiert und weiterverbreitet werden unter Angabe von Autor/in, Titel und Quelle des Originals sowie Erhalt des Copylefts.
Druck: H. Schmitz, 1200 Wien

Lorenz Glatz

Einlauf

Dass es so nicht weitergehen kann, ist ein triviales, massenhaftes Gefühl vor und in allen Umbrüchen. So fühlt es sich auch heute an. Tanz auf dem Vulkan, Abgrund, Apokalypse, Weltuntergang oder Rettung in letzter Sekunde – all das hat Hochzeit. Und zugleich natürlich die Beschwörung, dass wir einfach noch mehr vom Selben brauchen, um mit allem fertigzuwerden, was wir uns mit dem Selben eingebrockt haben.
Die Fleißigen und Anständigen buckeln und treten mehr denn je, die Tüchtigen schreien nach der fehlenden Anerkennung, die Schuldigen werden gesucht und gefunden, die Politiker, die Heuschrecken, die Trittbrettfahrer und Ausnützer, und natürlich die Juden.

An den Bildschirmen daheim und in den Spielhallen proben die spielerfahrenen Jungen den blutigen Endkampf. Und in immer mehr Gebieten der Welt tobt er schon mit scharfem Schuss.

Was geht da den Bach hinunter? Und warum? Wird es nur „die Stunde der Leoparden“, wo sich wieder einmal alles ändern muss, damit alles beim Alten bleibt? Das könnte aber diesmal nur eine Illusion sein, auf jeden Fall aber ein Gang durch die Hölle. Oder öffnet sich wirklich ein „window of possibility“ auf eine Welt, die Besseres bereithalten mag als bloß eine neue Form der alten Herrschaft? Diagnosen und Perspektiven dazu werden in dieser Nummer aufgetan, nichts ist befriedigend oder vollständig, Aufrisse sind es allemal.

Und wie immer findet ihr Beiträge zu einer Anzahl weiterer Themen, Fragestellungen und Projekte, zu Zuständen, die der Hinweise, der Analyse und Kritik bedürfen, die Wegmarken sein wollen zu einem Ausweg, den es zu bahnen gilt aus den irreparablen Zuständen, die wir nicht hinzunehmen gedenken. Es sind eben Streifzüge und jede Menge Transformationslust dazu. Anregende Lektüre wünschen wir Euch und uns wünschen wir jede Menge Kritik und Anregungen Eurerseits. Auch für Lob sind wir nicht unempfänglich.

Lorenz Glatz

Einlauf


Petra Ziegler

Sparen wir uns das!

Von scheinbaren Notwendigkeiten zu notwendigen Einsichten

Günther Anders

Apokalypse ohne Reich


Günther Anders

Die Apokalypse-Stummheit


Robert Pfützner

Die Apokalypse der Pädagogik

Eugène Ionescos komisches Drama La Leçon

Tomasz Konicz

Und ewig lockt die Apokalypse

Wieso sind Weltuntergangsspiele derzeit so unheimlich beliebt?

Lars Distelhorst

Ende der Geschichte?


Karl Kollmann

Ausgeträumt

Realistisch gesehen gibt es keine Chance für eine nachhaltige Entwicklung

Lorenz Glatz

Mit uns und der Welt ins Reine kommen

Verstreute Bemerkungen gegen apokalyptisches Fühlen, Denken und Handeln

Fabian Scheidler

Ausstieg aus der Apokalypse


Franz Schandl

Das Nichts nichtet nichts!

Verdichtete Vorabthesen zur reinen Apokalyptik singulärer Tode
Eva Maria Haas  •  Severin Heilmann  •  Lukas Hengl

Home Stories


Dieter Braeg

Arbeit in der Science-Fiction

Teil I

Andreas Exner  •  Isabelle Schützenberger

Die souverän ernährte Stadt?

Potenziale und Grenzen des urbanen Gärtnerns (Teil I)

Peter Klein

Know-how für den Umbau

Harald Welzer und die Stiftung Futurzwei

Maria Wölflingseder
Dead Men Working

Wie reizvoll!


Stefan Meretz
Immaterial World

Das motivierte Leben


Roger Behrens
Rückkopplungen

Hi, Hype!


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2000 abwärts

Willkommen daheim


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2000 abwärts

Toter Mann


Manfred Sohn
Birgit Vanderbeke:

Das lässt sich ändern