Heft 79

Medieninhaber und Herausgeber: Kritischer Kreis — Verein für gesellschaftliche Transformationskunde, Margaretenstraße 71-73/1/23, 1050 Wien. Druck: H. Schmitz, Leystraße 43, 1200 Wien. Auflage: 1.000. Copyleft: Alle Artikel der Streifzüge unterliegen, sofern nicht anders gekennzeichnet, dem Copyleft-Prinzip: Sie dürfen frei verwendet, kopiert und weiterverbreitet werden unter Angabe von AutorIn, Titel und Quelle des Originals sowie Erhalt des Copylefts. Redaktion (zugleich Mitglieder des Leitungsorgans des Medieninhabers): Petra Ziegler, Maria Wölflingseder, Ricky Trang, Martin Scheuringer, Franz Schandl, Severin Heilmann, Lorenz Glatz. Covergestaltung: Isalie Witt. Layout: Françoise Guiguet, zetpe. Transformationsrat: Christoph Adam (Santiago de Compostela), Dora de la Vega (Cordoba, Argentinien), Peter Klein (Nürnberg), Paolo Lago (Verona), Neil Larsen (Davis, USA), Massimo Maggini (Livorno), Stefan Meretz (Berlin), Emmerich Nyikos (Mexiko-City), Erich Ribolits (Wien), Salih Selcuk (Istanbul), Gerburg Vermesy (Rimsting), Ulrich Weiß (Berlin). Offenlegung: Der Medieninhaber ist zu 100 Prozent Eigentümer der Streifzüge und an keinen anderen Medienunternehmen beteiligt. Grundlegende Richtung: Kritik-Perspektive-Transformation.

Petra Ziegler

Einlauf Streifzüge 79

Die Zukunft muss warten. Noch scheint alles im Bann der Pandemie, auch die Texte in diesem Heft kreisen vielfach um das Virus. Mehr als ein mögliches Morgen zeichnen sie die Gegenwart. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe und des aktuellen Krisenschubs bietet sich kein schönes Bild. „Verhängnis ohne Perspektive?“ betitelt Andrea*s Exner seinen Essay und führt uns am Ende doch in einen Garten. Hoffnungslos geben wir uns also nicht, aber Illusionen machen wir uns auch keine, dass nach dem vorübergehenden Corona-Stillstand die Bedingungen für Gesellschaftkritik besonders günstig wären.

Wo im Alltag Zug um Zug die „alte Normalität“ (mit einem Schuss Retro: quasi-offizieller Aufruf zur heimatlichen Sommerfrische) und ihre Routinen hochgefahren werden, bleibt für uns die Aufgabe, das Dasein unter den Bedingungen des Werts zur Kenntlichkeit zu bringen. „Was uns selbstverständlich geworden ist, ist der Frag-Würdigkeit verlässlich entzogen und gilt“, schreibt Marianne Gronemeyer und fordert zur „Spurensuche“ im „hellen Tageslicht der modernen Selbstverständlichkeiten“ auf.

War es nicht zuletzt der Kampf gegen die Natur, der aus unserem Planeten einen zunehmend unwirtlichen Ort gemacht hat, so braucht Zukunft – wenn sie denn mehr sein soll als ein Überlebenskampf unter verschärften Bedingungen – unser aller Engagement wider die Logik der menschgemachten „zweiten Natur“. Es gilt die Akzeptanz des Gegebenen zu zerstören. Theoretisch wie praktisch. Skizzen dazu finden sich in den Beiträgen dieser Ausgabe.

Wir wünschen eine anregende Lektüre und uns und allen Leserinnen und Lesern einen schönen Sommer!

Petra Ziegler

Call for Papers 79: #forfuture


Petra Ziegler

Einlauf Streifzüge 79


Marianne Gronemeyer

Corona


Lorenz Glatz

Pandemie, Politik und Solidarische Landwirtschaft


Emmerich Nyikos

Distributio abstracta


Stefan Meretz
Immaterial World

Die Gesellschaft nach dem Geld (2)


Maria Wölflingseder

Ausgestorben – Verewigt


Tomasz Konicz

Marode kapitalistische Misswirtschaft


Franz Schandl

Disinfos


Andreas Exner

Verhängnis ohne Perspektive?


Ilse Bindseil

Die Organspende


Franz Schandl

For Future?


Marianne Gronemeyer

The Corona-Complex


Alexander Maly

Schulden essen Zukunft auf


Franz Schandl

Fülle und Verzicht

Von Qualitäten, die man nicht kaufen kann